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Beim Info-Abend am Donnerstag, den 30. Juli 2026 um 19 Uhr
(Referenten Martin Winter & Andreas Pflumm)
in der Gaststätte der Kleingartenanlage Uhlandstraße dreht sich alles um das neue Insekt im Anmarsch ...

Die Sichtungen werden häufiger, der Abstand der bestätigten Funde kleiner – auch wenn wir bisher in bayerisch Schwaben noch von Nestfunden verschont geblieben sind können wir uns sicher sein, dass sie auch zu uns kommt, die asiatische Hornisse (Vespa velutina).
Die Vespa Velutina unterscheidet sich von der einheimischen europäischen Hornisse unter anderem durch die Nistweise – im zeitigen Frühjahr startet die Königin ihr so genanntes Primärnest in Bodennähe, z.B. in Häuserfassaden, in Hecken, etc.
In der Primärnestphase ist die Vespa Velutina insbesondere eine (gesundheitliche) Gefahr für die gesamte Bevölkerung: spielende Kinder, deren Fußball in die Hecke fliegt oder aber bei der Hecken- oder Baumpflege, etc. – denn bei der kleinsten Störung in Nestnähe sorgt die Individuen-Masse der Velutina dafür, dass nicht nur einzelne sondern im Zweifel eine ganze Menge Hornissen nach den Störenfrieden schauen.
Ab Juli, also gerade jetzt, ziehen die Tiere meistens um in ein so genanntes Sekundärnest, häufig in mehr als 30 Meter hohe Bäume. Dort ist die Gefahr für die Bevölkerung erst mal nicht mehr so groß, allerdings fängt die Futterknappheit in der Insektenwelt zu ungefähr der selben Zeit an: die Massentrachten sind vorbei und die Vespa Velutina wie auch alle einheimischen Wespenarten benötigen Futter zur Aufzucht ihrer Geschlechtstiere.
Während bei den kleinen Staaten der einheimischen Tiere wenig Futter benötigt wird, verbraucht ein Volk der Vespa Velutina jährlich um die 11 Kilogramm an Insektenmasse.
Zusätzlich steht auch Obst – und das muss noch nicht mal reif sein – auf ihrem Speiseplan. Entsprechend fängt nun die Zeit im Jahr an, in welcher die Vespa Velutina für Obstbauern und eben auch uns Imker*innen problematisch werden kann, denn unsere Honigbiene ist ein besonderes Insekt: bei ihr überwintern nicht nur einzelne Geschlechtstiere, sondern ganze Völker. Und da die Vespa Velutina ein ausgeprägtes Brutverhalten hat und oft bis in den November hinein weiterhin Königinnen produziert, sind Honigbienenvölker dann ein gefundenes Fressen und die Vespa Velutina damit ein Problem für die Imkerschaft.
Wir freuen uns auf regen Besuch!
Martin & Andreas
Parkmöglichkeiteb Uhlandstraße und Am Wertachdamm (Zufahrt über Luitpoldstraße)
Wegbeschreibung von Tor 1 und 2 zur Gaststätte der Kleingartenanlage Uhlandstraße

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