|
Erste längere Warmperiode, Start in die zweite Imkersaison mit AFB-Sperrbezirk in Augsburg

Während die Tage laut Wettervorhersage in der kommenden Zeit recht warm bleiben, kehrt auch an unseren Bienenständen wieder Bewegung ein. Von ersten Räuber- und Sammelausflügen unserer Bienen haben wir ja schon in der Imker-Gruppe gelesen – und auch die fleißigen Pollen-Sammlerinnen lassen sich schon gut an den Fluglöchern beobachten.
Für uns Imkerinnen und Imker heißt das, es ist Zeit, die neue Saison zu eröffnen. Noch sind die Eingriffe am Volk behutsam und überschaubar – eine vorsichtige Futterkontrolle und Schieden des Brutfelds dürften die ersten Arbeiten sein. Aber auch die Volks-Planung sollte langsam starten: sollen Völker gekauft oder eine Belegstelle besucht werden oder setzt man dieses Jahr nur auf die natürliche Vermehrung der eigenen (oder Nachbars) Völker?
Leider hat uns in Augsburg damit das Thema der Amerikanischen Faulbrut auch 2026 nach wie vor im Griff. Kommende Woche halten wir einen Vortrag zur AFB – und was es im Stadtgebiet dieses Jahr bei Kauf und Verkauf, Belegstellenbesuch, etc. zu beachten gilt, fassen wir in diesem Imkerbrief zusammen.
Das Vorstandsteam wünscht euch allen einen guten Start in die neue Bienen-Saison 2026!
|
|
Amerikanische Faulbrut – Allgemeines und Augsburg speziell

Am Donnerstag, den 12. März 2026 um 19 Uhr, hält unser Vorstand Martin einen Vortrag zur Amerikanischen Faulbrut. Dieser findet in der Gartenwirtschaft der Kleingartenanlage Uhlandstraße statt.
2025 hat uns in Augsburg das Thema recht unvermittelt mit einem Sperrbezirk getroffen – und die Veterinärämter arbeiten nach wie vor daran, die Bienenseuche einzudämmen.
Im Vortrag wird es nicht nur um unsere Situation in Augsburg gehen. Wir frischen allgemein das Wissen um die Amerikanische Faulbrut auf – wie entsteht sie, was können wir Imkernden tun, worauf sollten wir auch gesellschaftlich achten und aufmerksam machen?
Wir freuen uns auf eure Teilnahme!
|
|
Sperrbezirk in Augsburg – was es 2026 zu beachten gibt
Der Sperrbezirk rund um den Unteren Talweg in Haunstetten konnte im Herbst 2025 wegen erneuter Sporenfunde in der amtlichen Nachbeprobung noch nicht aufgehoben werden.
Das Veterinäramt Augsburg Stadt ist aktuell dabei, den aktiven Sperrkreis (zur Erinnerung: 1km Radius um die Klinik-Funde) nochmals amtlich zu beproben. Sobald hier alle Ergebnisse vorliegen, wird entschieden, wie es mit dem Sperrkreis weiter geht. Sind alle Nachbeprobungen negativ, wird er wieder aufgehoben.
Für das Augsburger Stadtgebiet hat Frau Dr. Krischak, die Leiterin des Veterinäramts, für mindestens 2026 entschieden, keine kleinen Bienengesundheitszeugnisse auszustellen. Wer also Bienenvölker (außerhalb des Augsburger Stadtgebietes) verkaufen möchte oder auch mit Nachzuchten Belegstellen besuchen möchte, benötigt dieses Jahr eine Futterkranzprobe zusätzlich zur klinischen Durchsicht. Diese wird nicht amtlich erhoben, muss aber für das Zeugnis durch das Veterinäramt oder einen Bienensachverständigen entnommen werden.
Zur Erinnerung: auch wer Bienenvölker (außerhalb des Stadtgebiets) kauft, muss dem Veterinäramt ein gültiges Gesundheitszeugnis vorlegen. Ob hier das kleine Gesundheitszeugnis reicht, entscheidet das Amt hier auf Grundlage der Bienenherkunft und Entfernung zu potentiellen anderen AFB Herden. Bitte immer Rücksprache mit dem Amt halten!
Die Situation in Aichach-Friedberg ist nach wie vor unbefriedigend – laut offizieller Aussage des Amtes handelt es sich beim Sporenfund in Friedberg um einen nicht mit Haunstetten in Verbindung stehendem Monitoring-Befund. Die Gerüchteküche ist hier aber laut am brodeln – bitte beachtet, dass die offiziellen Aussagen des Amtes die Grundlage aller Handlungen sein müssen!
Kontaktdaten der Veterinärämter:
Zur Allgemeinverfügung der Stadt Augsburg vom 16.06.2025
|
|
Futterkranzprobe
Da Massentrachten die Ergebnisse einer Futterkranzprobe beeinträchtigen und auch Anfang April die typische Zeit für den Verkauf und Kauf von Bienenvölkern ist, ist jetzt der perfekte Zeitpunkt für Futterkranzproben für Gesundheitszeugnisse.
Martin sammelt noch bis zum Dienstag, 10. März 2026 Futterkranzproben, die dann gesammelt an den Bienengesundheitsdienst übersandt werden. Proben so früh im Jahr sind vor allem für die Beantragung von Bienengesundheitszeugnissen beim Veterinäramt sinnvoll – das alljährliche Monitoring findet wie jedes Jahr im Sommer kurz vor dem Einfüttern statt! Bitte beachten, dass das Veterinäramt Augsburg Stadt für die Ausstellung für Standorte im Stadtgebiet involviert werden und ein Vertreter des Amtes oder ein BSV die Proben ziehen muss! Die anderen Veterinärämter können dies anders regeln!
Seit Januar 2026 gilt beim Tiergesundheitsdienst, dass die bayerische Förderung von Proben (egal ob Honig-, Wachs- oder Futterkranzproben) ausschließlich Imkerinnen und Imkern gewährt wird, die eine landwirtschaftliche Betriebsnummer angeben. Sollte noch keine Betriebsnummer für die eigene Imkerei vorliegen kann diese kostenlos beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten mit diesem Formular beantragt werden.
Der Bienengesundheitsdienst hat auch neu geregelt, wie viele kostenlose Futterkranzproben je Imkereibetrieb und Jahr durchgeführt werden können. Für Imkereien mit größeren Beständen sind zusätzliche Analysen in Abhängigkeit der Anzahl der betreuten Völker möglich (Nachweis über SVLFG-Bescheid ähnlich der Honiganalysen). Über die folgende geförderte Anzahl je Jahr hinaus gehende Untersuchungen sind möglich, werden jedoch vollständig in Rechnung gestellt:
- Bis 25 Bienenvölker: 3 geförderte Analysen
- 26 bis 50 Bienenvölker: 6 geförderte Analysen
- 51 bis 75 Bienenvölker: 9 geförderte Analysen
- 76 bis 100 Bienenvölker: 12 geförderte Analysen
- über 100 Bienenvölker: 15 geförderte Analysen
Bei Interesse, die eigenen Völker jetzt im Frühjahr für ein Bienengesundheitszeugnis mit untersuchen zu lassen und die Proben dem Sammel-Versand beizulegen bitte zeitnah eine E-Mail an Martin senden!
|
|
Wildbiene des Jahres 2026

Seit 2013 wählt das Kuratorium „Wildbiene des Jahres“ jährlich eine besonders interessante Wildbienenart aus, um einen Einblick in die faszinierende Welt der Wildbienen zu ermöglichen.
Die Wildbiene des Jahres 2026 ist die Glockenblumen-Schmalbiene – mehr Infos gibt es im Flyer zum Download.
|
|
Save the Date: Sonntag 13. September
Am 13. September 2026 findet der Bayerische Imkertag in Mindelheim (Unterallgäu) statt.
|
|
|
|